Geschichte

Die Geschichte Badens

Baden bei Wien, wie diese bezaubernde Stadt (inoffiziell) genannt wird, ca. 25 km von Wien entfernt, ist die Hauptstadt des Bezirkes Baden in Niederösterreich. Mit ihren knapp 26.000 Einwohnern vereint sie auf 27 Alter RömerQuadratkilometern in einzigartiger Weise gekonnt den Brückenschlag von Tradition und Moderne. Der bedeutendste Kurort Österreichs zieht nicht zuletzt durch das 1934 eröffnete Casino internationales Publikum aus aller Herren Länder an. Dem Besucher bietet sich auf kleinstem Raum ebenso die Abfolge einer wechselhaften Geschichte einerseits als auch andereseits das Flair einer Stadt, die schon längst in der Gegenwart angekommen ist. Prächtige Gebäude als stumme Zeugen einer Zeit, als Kaiser und adlige Herrschaften in der Stadt weilten, bilden mit Hotel-Zweckbauten eine ästhetische, architektonische Einheit.

Baden bei Wien- die Geschichte der Stadt reicht zurück in die Römerzeit, als diese die heilende Wirkung der Schwefelquellen entdeckten und für sich zu nutzen wussten. So hatte Kaiser Claudius (41-54 n. Chr.) der damaligen Siedlung den Namen “aquae” verliehen, was aus dem Lateinischen übersetzt soviel wie “Wässer” (Plural von “Wasser”) bedeutet.

Achthundert Jahre später erstmals urkundlich als “Padaun” erwähnt, wurde der Siedlung das Stadtrecht im Jahre 1480 von Kaiser Friedrich III. verliehen. Von Schicksalsschlägen in seiner Geschichte schwer gebeutelt, musste sich die Stadt in den Jahren 1529 und 1683 dem Ansturm der Türken zur Wehr setzen, es folgten Reformation und Gegenreformation; Im Jahre 1713 suchte die Pest die Stadt heim (wovon noch heute die “Pestsäule” in der Innenstadt beredtes Zeugnis ablegt), und im Jahre 1714 erschütterte ein verheerender Brand die Stadt.

der grosse brand in BadenFranz I. Kaiser von Österreich, erkor Baden als letzter Kaiser “des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation” zu seiner Sommerresidenz, in der er jeden Sommer der Jahre 1796 bis 1834 weilte. Nachdem ein neuerlicher Brand 1812 die Stadt heimsuchte, wurde sie im Biedermeierstil nach Plänen des Architekten Joseph Kornhäusel völlig neu errichtet.

In der Zeit des politisch so bedeutungsvollen Wiener Kongresses, wurde Baden bei Wien zu einem der Dreh- und Angelpunkte europäischer Weltpolitik.

Die grausamen Auswirkungen des zweiten Weltkrieges machten auch vor dieser wunderschönen Stadt nicht halt: am 2. April des Jahres 1945 wurden viele Gebäude bei einem Bombenangriff zerstört. In den Jahren nach dem Krieg von 1945 bis 1955 diente Baden als Hauptquartier der sowjetischen Besatzungsmacht.

Mit der Erneuerung der gesamten städtischen Infrastruktur nach 1965 wurde Baden wieder das, was es schon lange war: der bedeutendste Kurort Österreichs.