Beamtendarlehen günstig

Für Beamte und Mitarbeiter im öffentlichen Dienst ist es besonders leicht, eine attraktive Finanzierung zu erhalten. Grund dafür ist die Sicherheit, die der fast unkündbare Arbeitsvertrag und der sichere Arbeitgeber bieten. So verwundert es nicht, dass es am Markt Spezialangebote für dieses hochinteressante Kundenklientel gibt.

Einkommensprüfung leicht gemacht
Im Gegensatz zu Selbständigen, die für eine Kreditprüfung umfangreiche, vom Steuerberater attestierte Unterlagen für die letzten Jahre einreichen müssen, reichen bei Beamten die Verbeamtungsurkunde und der Einkommensnachweis der letzten drei Monate zur Prüfung für einen schnellen Kredit aus. Die Sicherheit des Arbeitgebers, der ja praktisch nicht in die Insolvenz gehen kann, ist eines der wichtigen Kriterien für die Bank. Auf der anderen Seite werden Beamte so gut wie nie gekündigt und das bezogene Einkommen steigt mit den Dienstjahren kontinuierlich an. Mehr Sicherheit auf der Einnahmeseite gibt es für einen Kreditgeber kaum. Entsprechend günstig sehen auch die Finanzierungsangebote für Beamte aus.

Bonitätsprüfung gilt aber auch hier
Einige Prüfkriterien gelten aber genauso für Beamte wie für alle anderen Kreditnehmer auch: Es dürfen weder negative SCHUFA-Einträge oder gar eine Gehaltspfändung für den Antragsteller vorliegen, denn auch für Beamte sind das Ausschlusskriterien für eine Finanzierung. Bemerkenswert in diesem Zusammenhang ein Artikel über Schufa-Scoring bei zeit.de. Ebenso wird die Liquidität geprüft, denn wenn schon zu viele Ausgaben bestritten werden müssen, könnte die monatliche Rate nicht mehr bezahlt werden. Auch beim Höchstalter für einen neuen Kredit ist eine Grenze gesetzt, es sollte 58 Jahre nicht überschreiten. Selbst bei der größten Sicherheit auf Arbeitgeberseite muss ein Finanzierungsinstitut doch seinen Sorgfaltspflichten nachkommen und die Rückzahlung des Kredites so sicher wie möglich stellen.

Variable Gestaltungsmöglichkeiten für Beamtendarlehen
Grundsätzlich bemisst sich die maximale Finanzierungshöhe für ein Beamtendarlehen an dessen Netto-Einkommen. Je nach Anbieter werden meist zwischen bis zum 20- oder 24-fachen des monatlichen Netto-Gehaltes finanziert, ohne dass es irgendwelche Probleme gibt. Der Kreditvertrag ist dabei variabel gestaltbar, da auch lange Laufzeiten für Beamtendarlehen gewählt werden können. Das klassische Darlehen für einen Beamten sieht eine Tilgungsaussetzung vor, d.h. es werden während der Laufzeit nur die Zinsen gezahlt und zum Ende in einer Summe getilgt. Dazu wird separat eine Lebens- oder Rentenversicherung angespart, deren Ablaufsumme den Kredit vollständig ablösen soll. Für die Bank ist dies von Vorteil, weil die Zinseinnahme für die gesamte Laufzeit konstant und sicher ist und auf der anderen Seite durch den Versicherungsvertrag weitere Sicherheiten angespart werden. Allerdings sieht die Realität am Versicherungsmarkt derzeit anders aus, denn die Altersversorgungsverträge bringen oft nicht die geplante Rendite und werden aktuell schon mit einem sehr niedrigen Garantiezins berechnet. Erlöst nämlich der Versicherungsvertrag nicht die geplante Summe, muss die Differenz ausgeglichen werden.

Sinnvoll ist es daher, auch bei Beamtendarlehen eine gründliche Recherche vorzunehmen und sich die günstigste Variante auszurechnen. Gerade in Niedrigzinsphasen, die eben auch nur wenig Rendite einbringen, kann eine planmäßige Tilgung bei einem so günstigen Zinssatz eine kräftige Ersparnis im Gesamtaufwand bringen. Grundsätzlich sind Darlehen für Beamte schon so günstig ausgestaltet, dass sich eine Tilgungszahlung möglich sein sollte. Kredit Sofortauszahlung kann natürlich auch für Beamte nicht garantiert werden, wär ja noch schöner.