A-2500 Baden bei Wien

Kurstadt, Kulturstadt, Weinstadt

In Baden bei Wien, auch „Biedermeierstadt“ oder „Kaiserstadt“ genannt, spürt man auf kleiner Fläche die gelungene Kombination von Tradition und Moderne. Sie ist die Hauptstadt des Verwaltungsbezirks Baden und liegt in Niederösterreich.

Baden liegt einerseits am östlichen Rande des Wienerwalds, andererseits nur 25 Kilometer von der Grossstadt Wien entfernt. In ein paar Gehminuten ist man mitten im Wald, in ein paar Autominuten mitten in der Grossstadt. Na gut es kann auch eine halbe Stunde werden, aber was ist das schon.

Zwei Naturschätze haben grossen Einfluss auf die Entwicklung Badens ausgeübt. Der eine ist das Schwefelwasser, welches in Baden in mehreren Quellen der Tiefe entspringt, der andere der Wein, der im milden Klima entlang der Thermenlinie besonders gut gedeiht. Das Schwefelwasser wussten schon die Römer von zweitausend Jahren zu schätzen und gründeten dazumals hier ein militärisches Wellnesscenter. Da sie sich mit dem einheimischen Gesöff nicht anfreunden konnten, haben sie kurzerhand die Weinreben aus Italien importiert und hier eingepflanzt. Gratias ipsum!

Die rund 25.000 Einwohner Badens leben also in einer Kurstadt mit besonders langer Geschichte. Das Bad in den heilenden Schwefelquellen war einst sowohl beim Adel als auch bei einigen Kaisern besonders beliebt und ist bis zum heutigen Tage Anziehungspunkt für viele Kurgäste. Auch kulturell und an Sehenswürdigkeiten hat Baden bei Wien viel zu bieten. Manch berühmte Persönlichkeiten haben in dieser Stadt gelebt, darunter Komponisten und Musiker, Schauspieler und Kabarettisten ebenso wie Naturwissenschaftler, Ärzte und Sportler.

Auf Schritt und Tritt wird in Baden bei Wien Altes lebendig und vermischt sich in bestechend gekonnter Symbiose mit dem Heute. Ehrwürdige, gepflegte Gebäude und Parks, in denen man ausdrucksvolle und farbenprächtige Gartenarchitektur bewundern kann, begleiten den interessierten Besucher. So ist es nicht verwunderlich, dass Baden bei Wien nicht nur für die Wiener zu einem besonders beliebten Ausflugsziel der Umgebung gehört. Dank sehr guter Verkehrsanbindungen ist Baden bei Wien auch ohne Auto bequem zu erreichen.

Der Kurpark mit seinem besonderen Flair ist ein Paradebeispiel für die Manifestation von Natur und Geschichte. Einst als „Theresiengarten“ 1792 zu Ehren der Kaiserin Maria Theresia angelegt, war er schon immer für die Allgemeinheit geöffnet. Vorbei an Denkmälern, die zu Ehren so berühmter Persönlichkeiten wie Franz Grillparzer oder Strauß und Lanner errichtet wurden, erreicht man den Musikpavillon; erbaut um 1900, ist er im Sommer Treffpunkt für alle Konzertbegeisterten. Der „Undine Brunnen“ und die besonders farbenprächtige Blumenuhr, die es seit dem Jahre 1929 gibt, sind weitere Höhepunkte. In der neben der Blumenuhr gelegenen Sommerarena kann man bei geöffnetem Dach im Sommer diversen Operettenaufführungen lauschen. Auch der zweite grosse Park, der Doblhoffpark ist mit seinem Rosarium eine besondere Attraktion.

Im Zentrum bildet die barocke Pestsäule das Herzstück des Hauptplatz. Sie wurde anlässlich des Sieges über die Pest 1713 errichtet. Das von Kaiser Franz I. zu Beginn des 19. Jahrhunderts erworbene „Kaiserhaus“ ist dort ebenso zu bewundern, wie das um 1815 errichtete Rathaus.

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